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Newsletter No. 4

vom 29. Januar 2001


Hallo liebe Freunde,

nachfolgend findet Ihr den vorerst letzten Newsletter aus der 'neuen Welt' - mein Praktikum bei Eddie Bauer endet 01/31/01 -- Durch diese Email ist es mir moeglich, mit einem Schwung ueber 180 Leute zu erreichen --
ich freue mich aber auch wieder darauf, mit Euch "1 to 1" bei einem Kaffee zusammen zu sitzen und zu plaudern ...

See ya in Germany
Euer Winny


In Brief:

ENDSPURT IM DEPARTMENT
1) digging data
2) financial recognition
3) der abschied

WORK OUT AND SPORTS
1) gym of EB
2) salsa dancing classes

LEISURE TIME
1) leavenworth: the bavarian village
2) seattle sonics, die zweite
3) seattle monolith
4) new zion baptist church

NEXT STEPS
visiting vancouver and san francisco

ENCLOSURES
1) you are from the pacific northwest if...
2) final report


ENDSPURT IM DEPARTMENT
   ===> 1) digging data
In den letzten Wochen hat sich vieles um das Aufbereiten und Auswerten von Daten gedreht. Ich habe einige Lectures in Database Engineering bekommen und gemerkt wie wichtig es ist, vom Konzept und nicht von den gegeben Systemen aus zu starten. Ausserdem habe ich gelernt, dass DIE Praemisse gute Qualitaet der Daten ist. Kleinste Fehler, die en gros gar keine Auswirkungen haben, koennen das Vertrauen anderer Abteilungen zerstoeren.

   ===> 2) financial recognition
Zu Anfang meines Praktikums hatte es sehr schlecht ausgesehen, was die finanzielle Seite betrifft. Da mein Boss jedoch mit meiner Arbeit sehr zufrieden ist, und ich nicht aufgehoert habe, zu fragen ;-), bekomme ich jetzt alle meine Ausgaben erstattet. Dazu musste ich allerdings erst eine Social Security Number 'auftreiben', was schon alleine eine Story ist -- 15 Minuten bevor die Behoerde oeffnete, fand ich eine Schlange von 20 Leuten vor mir -- psychologisch hatte sich das Blatt aber nach 5 Minuten zum meinen Gunsten gedreht: Die Schlange vor mir war genau so lang wie die hinter mir ... hinzu kam aber auch noch ein interner Hindernislauf, weil Eddie Bauer noch nie einem J1-Visa-Holder etwas gezahlt hatte und dementsprechend das Wissen um das "Wie?" gering war. Aber es hat geklappt :-)) ! Wie ich gestern Abend erfahren habe, habe ich noch ein bisschen mehr bewirkt, als ich eigentlich erwartet hatte. Ab jetzt bekommt jeder Praktikant, der in der Marketing-Abteilung arbeitet, die Wohnung gezahlt -- nothing is impossible :-)

   ===> 3) der abschied
Diese Woche hatten wir die offizielle Verabschiedung der Praktikanten. [Bild] Wir waren die erste Gruppe von Praktikanten, die nicht fuer irgendwelche Busy-Work verwendet wurde, sondern aktiv in der Abteilung die eigenen Gedanken einbringen konnte. Wie schon einmal erwaehnt. Der richtige Supervisor und der richtige Zeitpunkt! Ich kann mich wirklich gluecklich schaetzen. =+> http://www.eddiebauer.com

WORK OUT AND SPORTS
   ===> 1) gym of Eddie Bauer
Um nach guten Rindfleisch-Steaks, Hamburgern und Chinese Food nicht ganz die Formen zu verlieren, gehe ich regelmaessig in die Gym von Eddie Bauer. Dort kann man mit trendiger Musik entweder wie ein Verrueckter Gewichte heben, oder sich ein bisschen auf verschiedenen Laufbaendern austoben, was ich vorziehe -- wenn man professionelle Hilfe oder einen Trainingsplan benoetigt, steht einem zeimal die Woche der 'Personal Trainer' Jeff zur Verfuegung. Und das alles "for free".

   ===> 2) salsa dancing classes
Nachdem ich mit Freunden aus dem University District die Tanzflaechen mit (falschen) Schritten verunsichert hatte, habe ich jetzt einen Salsa Tanzkurs belegt. Und das ist eine Menge 'Fun' -- Vor zwei Wochen durfte ich mit einer gut 50jaehrigen lateinamerikanischen Mama tanzen (ich habe einfach zu kurze Arme ...), deren Kinder alle fuenf Minuten etwas neues ausheckten, anstatt ruhig in der Ecke zu sitzen.

LEISURE TIME
   ===> 1) leavenworth: the bavarian village
Vorletztes Wochenende sind wir Praktikanten und unser Boss [Bild] nach Leavenworth gefahren, einer kleinen Touristenstadt inmitten der Cascades, die sich ganz der bayrischen Kultur verschrieben hat. Als wir angekommen sind dachte ich: "Was fuer ein Fake hier." -- Aber ich hatte mich getaeuscht: Die Besitzer der verschiedenen Biergaerten waren wirklich deutsche Immigranten -- das ganze Fachwerk wurde von deutschen 'Carpenters' gemacht, auch die Bemalung der Haeuser ist authentisch. Hervorzuheben sind die zwei sechzigjaehrigen Herren, die in Lederhosen zum Glueck nicht nur bayrische Musik sondern auch wirklich alte Songs wie 'Lilly Marleen' im Biergarten gesungen haben. Als Gegenpart habe ich dann zum Mikrofon gegriffen und 'So weit, so gut' von Fanta 4 gerappt -- neues Kulturgut aus deutschen Landen -- Der Akkordionist verdrehte ein bisschen die Augen und meinte: "Jo mei, so was kenn' ich halt nimmer."
+=> http://www.visitleavenworth.com

   ===> 2) seattle sonics, die zweite
Ich hatte schon einmal von einem Sonics-Games berichtet, aber vorletzte Woche bei einem Spontan-Besuch war es nochmal doppelt so gut. Da ein Executive sich das Spiel angesehen hat, waren Essen und Trinken in der Lounge frei. Sport wird hier als Erlebnis zelebriert -- es ist einfacher, manchmal aus dem Ledersessel zu springen, um sein Team anzufeuern, als wirklich ueber den Court zu rennen und zu schwitzen ...
+=> http://www.nba.com/sonics/

   ===> 3) seattle monolith
Anfang 2001 hatte Seattle ein neues Stadtgepraech: In der Sylvesternacht wurde von Unbekannten ein riesiger Stahlklotz im Magnuson Park aufgestellt. Zuerst fuehlten sich die Seattleits an die "Guerilla Art" erinnert, die vor Jahren fuer Aufsehen gesorgt hatte -- die Verwirrung wurde umso groesser, als der Monolith auch noch zu wandern begann. Letztendlich hat er auf einer kleinen Insel des Greenlakes seinen Ruheplatz gefunden -- oder auch nicht ...
+=> http://seattlep-i.nwsource.com/local/lith05.shtml (englisch)
+=> http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,110597,00.html (deutsch)

   ===> 4) new zion baptist church
Am 31. Dezember habe ich einen 'Service' der New Zion Baptist Church erleben duerfen. Es ist einfach eine ganz andere Dimension, wie diese Christen ihren Glauben leben. Neben einem Maennerchor gab es einen Kinderchor, die beide exzellente Gospels gesungen haben. Als Gast gibt man seine Adresse an und wird persoenlich begruesst. Letzte Woche hatte in einen Brief in meiner Mailbox, indem mich der Pastor eingeladen hat, nochmal vorbei zu kommen: "Kirchen-Marketing"

NEXT STEPS
   ===> visiting vancouver and san francisco
Mein Plan ist, im letzten halben Monat noch den Westen der USA zu bereisen bzw. mir die beiden Staedte Vancouver [Bilder] und San Francisco [Bilder] anzusehen. Nach meiner Farewell-Party am 31. Januar [Bild] fahre ich wohl mit dem Zug nach Vancouver, danach geht es mit dem Flieger vom 5. bis zum 15. Februar nach San Fransisco. Der Lonely Planet von San Fransisco ist schon im Handgepaeck, und die Photokamera natuerlich auch ... ;-)
+=> http://www.lonelyplanet.com

ENCLOSURES
   ===> 1) you are from the pacific northwest if...
Ich habe von von einem Seattleit folgende Mail bekommen, die ich Euch nicht vorenthalten moechte, weil sie auf ironische Weise beschreibt, was den Nordwesten von Amerika ausmacht:

" You are from the pacific northwest if...
* Feel overdressed wearing a suit to a nice restaurant.
* Know at least eight people who work for companies that manufacture computerparts, airplanes, or athletic shoes.
* Can tell the difference between Japanese, Chinese, Vietnamese, and Thai food.
* Return from a California vacation depressed because "all the grass was dead."
* Know the vast difference between SBC, Torrefazone, Coffee People and Starbucks.
* Take a half day every July 1 to find your sunglasses and sunscreen.
* Remember the date, severity, time of day, where you were, and how long you were out of power and phone service for every
winter-weather event in the last five years.
* Feel guilty for days after throwing an aluminum can in the trash instead of recycling it.
* Get very, very happy when the early morning weather forecast includes the term "sun breaks."
* Are able to use 10 words to order a beverage the rest of the country calls "coffee."
* Have ever called your insurance agent to ask if your homeowner's policy covers falling trees, flooding, or mud slides - or for the number of your favorite roofing company is on your phone's "speed-dial" list.
* Never go camping without waterproof matches, ponchos, and mattress pads that double as flotation devices.
* Know more people who own boats than air conditioners.
* Moved to the Northwest because you read that the two most popular hobbies are fishing and reading. Since arriving you've taken up fly fishing and learned to tie flies by reading a book.
* Consider that if it doesn't have snow on it or has not recently erupted, regardless of elevation, it is a "hill" and not a "mountain."
* Complain about Californians until the day you sell your house to one for twice what you paid for it.
* Don't complain about Californians because you secretly married to one or are dating one.
* You personally know someone from Alaska.
* Find a wallet with $500 in it, return it all to the owner and refuse a reward.
* Know the difference between Chinook, Coho, and Sockeye salmon.
* Used to live somewhere else.
* Believe swimming is not a sport but a survival skill to prevent boating deaths.
* Believe swimming should only be done indoors, except in emergencies.
* Own more than 10 articles of clothing that have the names of microbrewries/brewpubs printed on them. Bonus for embroidery.
* Wave at people who drive Ford Explorer sport utility vehicles like yours.
* Basically, you just drive down the road waving.
* Can point in the direction of two or more volcanoes even though you can't see them through the clouds.
* Think downtown is "scary" because you were panhandled there once.
* Take a drive outside a metropolitan area, and even the Hondas have gun racks.
* Go to work and return home in the dark in the winter, even though you only have an eight-hour work day.
* Find that when the weather gets above 60 degrees, you replace yourhiking boots with Birkenstock or Teva sandals.
* Believe people who use umbrellas are wimps, Californians, or both.
* Are sitting at a downtown red light. The light turns green and the car in front of you does not move. You do not honk. After two more light changes, you approach the driver to ask if she needs any assistance. "

   ===> 2) final report
Attached fuer diejeningen, die interessiert, was ich 'wirklich' [ ;-) ] hier in den Staaten gemacht habe, der 'final report' an die Carl Duisberg Gesellschaft, die mir geholfen hat, mein Visum zu bekommen. ( http://www.cdg.de und http://www.cdsintl.org )


Toll, dass ihr es bis ans Ende geschafft habt. Ab dem 18. Februar 01 bin ich wieder unter altem Contact ( s.u. ) erreichbar - per E-Mail wie immer unter mailto:webner(at)gmx.de.

Ich freue mich darauf, Euch mal wieder in natura zu sehen!

Viele Gruesse aus Seattle
Winny Ebner


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